Der „Zug der Erinnerung“ macht Station in Magdeburg
Donnerstag, 12. November 2009
Offizielle Eröffnung durch den Schirmherr OB Dr. Lutz Trümper am 16.11.2009 um 11.00 Uhr auf dem Hauptbahnhof

Vom 16. bis 18. November 2009 macht der „Zug der Erinnerung“ Station auf dem Magdeburger Hauptbahnhof und erinnert mit einer Ausstellung an die Deportation von Kindern und Jugendlichen, unter ihnen auch Magdeburgerinnen und Magdeburger, durch die Nationalsozialisten. Magdeburgs Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper wird als Schirmherr die Ausstellung am 16. November 2009 um 11.00 Uhr auf dem Magdeburger Hauptbahnhof offiziell eröffnet.

Ob aus Skandinavien oder aus Südgriechenland: Über Tausende Kilometer verschleppten die SS, das Reichsverkehrsministerium und die "Deutsche Reichsbahn" über 1 Million Kinder und Jugendliche. Die Fotos der Opfer und ihre letzten Briefe, die sie aus den "Reichsbahn"-Waggons warfen, stehen für das Los der Millionen, die in den Konzentrations- und Vernichtungslagern ermordet wurden. Statt entsetzlicher Bilder zeigt die Ausstellung Andenken, die aus unseren Familienalben stammen könnten. Zu sehen ist das Lächeln der Kindheit und der Optimismus der Jugend. 
Die Initiative „Zug der Erinnerung“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, sie aus der Anonymität zu lösen. Seit 2007 präsentiert das Projekt seine Ausstellung auf verschiedenen Bahnhöfen der Bundesrepublik. Die europäische Dimension der Deportationen sowie die Rolle der Reichsbahn wird hier beispielhaft in Biographien nacherzählt. Man sieht Familienfotos, liest die letzten Briefe der Ermordeten – die Ausstellung berührt und macht nachdenklich.


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Aufruf zur BücherMeile für Demokratie
Montag, 09. November 2009
Die ökumenische Initiative „hingucken… denken… einmischen…“ hat in den letzten zwei Jahren mit verschiedenen öffentlichen Aktionen, Stellung gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit bezogen. So ist zeigen viele Magdeburgerinnen und Magdeburger am Haus der Lehrer Gesicht gegen Nazis, eine Straßenbahn wirbt auf der Straße für mehr Toleranz. Für die „2. Meile der Demokratie“ im kommenden Jahr plant die Initiative eine neue Aktion namens Bookcrossing und sucht hierfür Literatur zum Themenfeld, die dann am zweiten Januar-Wochenende in der Stadt kusieren werden. Im Folgenden dokumentieren wir den Aufruf.

Sie kennen unsere ökumenische Initiative „hingucken… denken… einmischen“ in Magdeburg!?
Seit 2007 machen wir mit unseren Aktionen Menschen auf Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit aufmerksam. In diesem Themenkontext sind wir mit zahlreichen Akteur|innen vernetzt.

Meile der Demokratie


Im Januar 2009 fand in Magdeburg die erste „Meile der Demokratie“ statt.
Dazu haben wir die politische Kunstaktion „Magdeburg zeigt Gesicht gegen Nazis!“ am „Haus der Lehrer“ installiert – ein bis heute sichtbares Zeichen des demokratischen Engagements der Magdeburger|innen.
Zur 2. Meile der Demokratie, am 16. Januar 2010, werden wir erneut mit einer Aktion in die Öffentlichkeit gehen und hoffen auf Ihre Unterstützung!
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Mützen für einen klaren Kopf und gegen soziale Kälte
Dienstag, 20. Oktober 2009

Die Evangelische Hoffnungsgemeinde aus Magdeburg engagiert sich seit Beginn der 1990er Jahre für die soziale und politische Integration von Migrant/innen. Aktuell rufen die Gemeindemitglieder mit der Aktion „Mützen für einen klaren Kopf und gegen soziale Kälte“ für Zivilcourage im Alltag auf. Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, Mützen zu häkeln oder zu stricken. Diese sollen auf der „2. Meile der Demokratie“ am 16. Januar 2010 in Magdeburg verkauft werden. Der Erlös kommt Miteinander e.V. zugute. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Vereins bedanken sich herzlich bei den engagierten Mitgliedern der Hoffnungsgemeinde und allen Magdeburgerinnen und Magdeburgern, die die Aktion unterstützen.


An der Schönebecker Gaststätte Pionier Haus wurde nachts ein 23-Jähriger gnadenlos zusammengeschlagen. Der Mann irakischer Herkunft war eingeschritten, als vier Männer und eine Frau die Außenlampen einer Gaststätte mit einer Metallstange demolierten. Man friert, wenn man das in der Volksstimme vom 9. Oktober liest. Gerade erst hatten wir von Dominik Brunner gehört, dem couragierten Mann auf einem Münchener S-Bahnsteig, dem seine Zivilcourage zum Verhängnis wurde. Was denken wir, wenn wir das hören, lesen? Geht es uns etwas an oder lässt es uns kalt? Sagen wir: Zivilcourage jetzt erst recht! Oder geben wir Verantwortung an Politik, Schule, Kirche, Jugendverbände ab und gehen selbst zur Tagesordnung über.


Dominik Brunner hatte einen klaren Kopf, der sich nicht einreden ließ, dass gewaltbereite Jugendliche in einer S-Bahn hingenommen werden dürften. Der namenlose Iraker aus Schönebeck hatte einen ebensolchen klaren Kopf, dem Randale mit Metallstangen nicht kalt ließen.
Unsere Demokratie wird auch in Zukunft nur funktionieren, wenn jeder und jede von uns sich um solch einen klaren Kopf, der sich einmischt, bemüht.


Der Verein „Miteinander e.V.“, der unlängst sein 10-jähriges Bestehen feierte, kümmert sich seit Jahren durch fundierte Bildungsarbeit um „klare Köpfe“ in Magdeburg und ganz Sachsen Anhalt. Ihm und anderen Initiativen ist es zu verdanken, daß es am 16. Januar 2010 erneut eine „Meile der Demokratie“ in unserer Stadt geben soll. Für diese 2. Meile ruft die Hoffnungsgemeinde mit „Cafe Krähe“ alle Magdeburger und Magdeburgerinnen auf, in den kommenden Herbstwochen „Mützen für einen klaren Kopf“ und gegen soziale Kälte zu stricken, häkeln, nähen, filzen usw. Geben sie ihrer Zivilcourage eine Form. Die Mützen können bis Anfang Januar in der Hoffnungsgemeinde abgegeben werden. Auf der „Meile der Demokratie“ werden sie gegen eine Spende für „Miteinander e.V“ an jedermann abgegeben. Wenn noch Mützen übrigbleiben, werden diese den Kindern in Njombe (Tansania) überbracht werden.


Pfarrerin Gabriele Herbst (9. Oktober 2009)

 
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Willkommen

 

Am 1. Januar 2007 startete das neue Programm "VIELFALT TUT GUT. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Die Bundesregierung hat sich vor dem Hintergrund der weiten Verbreitung des Rechtsextremismus zum Ziel gesetzt, gerade bei jungen Menschen die demokratische Kultur und das zivile Engagement zu stärken sowie Toleranz und Weltoffenheit zu fördern.

Das präventiv ausgerichtete Programm knüpft an die Erfahrungen aus dem Ende 2006 ausgelaufenen Aktionsprogramm der Bundesregierung "Jugend für Toleranz und Demokratie - gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus" an. Für das Programm werden jährlich 19 Mio. Euro Bundesmittel zur Verfügung gestellt.

Angesprochen werden sollen insbesondere junge Menschen, rechtsextremistisch gefährdete Jugendliche, Migrantinnen und Migranten sowie Eltern, Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer.

Im Förderschwerpunkt "Entwicklung integrierter lokaler Strategien" entwickeln Kommunen/ Landkreise/ Zusammenschlüsse von Gebietskörperschaften zusammen mit den zivilgesellschaftlichen Akteuren vor Ort einen Lokalen Aktionsplan. Dieser beruht auf einer spezifischen Analyse der Problemlagen des Fördergebietes, verfolgt mit konkreten Maßnahmen und Entwicklungsschritten eine langfristig integrierte Strategie zur Demokratieentwicklung und fördert lokale Vernetzungen und Kommunikationsstrukturen.

Anträge zu Einzelprojekten können bei der zuständigen Lokalen Koordinierungsstellen eingereicht werden. Beachten Sie bitte bei der Entwicklung von Maßnahmen die Leitlinien des Programmbereichs „Entwicklung integrierter lokaler Strategien“ sowie die Anforderungen des Lokalen Aktionsplans.

Leitlinien Entwicklung integrierter lokaler Strategien 

Weitere Informationen zum Bundesprogramm „VIELFALT TUT GUT. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie“ finden Sie im Internet auf
http://www.vielfalt-tut-gut.de